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Die Visitenkarte ist für viele Handwerksbetriebe der meistgenutzte Werbeträger überhaupt. Sie wandert nach jedem Kundengespräch über den Tisch, bleibt an der Pinnwand hängen oder liegt monatelang in einer Schublade. Genau deshalb lohnt es sich, hier nicht zu sparen.

Die drei häufigsten Fehler

Zu dünnes Papier. Man merkt es sofort beim Anfassen. Unter 300 Gramm pro Quadratmeter wirkt eine Karte wie ein Zettel. 350 bis 400 Gramm fühlen sich wertig an und kosten kaum mehr.

Zu viel Text. Auf 85 mal 55 Millimeter passt nicht Ihr gesamtes Leistungsspektrum. Wer alles unterbringen will, produziert eine Karte, die niemand lesen kann.

Zu kleine Schrift. Alles unter 7 Punkt wird für viele Menschen zur Zumutung. Ihre Kunden sind nicht alle Mitte zwanzig, und im Zweifel wird die Karte im Auto oder auf einer Baustelle gelesen.

Was auf die Karte gehört

Halten Sie sich an das Nötige, und lassen Sie den Rest weg:

  • Firmenname und Logo
  • Ihr Name und Ihre Funktion
  • Telefonnummer, am besten die, an der jemand rangeht
  • E-Mail-Adresse
  • Website
  • Ein einziger Satz, der sagt, was Sie machen

Nicht darauf gehören: Faxnummer, sechs Social-Media-Icons, eine Aufzählung von zwölf Leistungen oder ein QR-Code, der auf die Startseite führt. Ein QR-Code ist nur dann sinnvoll, wenn er auf etwas Konkretes zeigt, etwa direkt auf ein Anfrageformular.

Format und Material

Das deutsche Standardformat ist 85 mal 55 Millimeter. Bleiben Sie dabei. Sonderformate fallen zwar auf, passen aber in keine Geldbörse und in keinen Kartenhalter, und genau dort soll Ihre Karte landen.

Bei der Oberfläche haben Sie im Wesentlichen drei Optionen. Matt wirkt ruhig und hochwertig und lässt sich beschriften. Glänzend bringt Farben und Fotos besser zur Geltung, zeigt aber Fingerabdrücke. Naturpapier ohne Beschichtung passt gut zu Handwerksbetrieben, weil es haptisch etwas hermacht, ist aber bei farbigen Motiven weniger brillant.

Für die meisten Betriebe ist matt die sicherste Wahl.

Die Rückseite nicht verschenken

Eine leere Rückseite ist eine vertane Fläche, kostet aber im Druck kaum etwas extra. Sinnvolle Optionen sind ein großflächiges Foto einer echten Arbeit, Ihre Kernleistungen in drei bis vier Stichpunkten, oder bewusst eine freie helle Fläche, auf der Sie handschriftlich einen Termin oder einen Preis notieren können.

Die letzte Variante wird unterschätzt. Eine Karte, auf der etwas handschriftlich steht, wird deutlich seltener weggeworfen.

Vor dem Druck prüfen

Bevor die Datei zur Druckerei geht, sollten Sie vier Dinge kontrollieren:

  1. Auflösung mindestens 300 dpi, sonst wird es unscharf
  2. Farbmodus CMYK statt RGB, sonst verschieben sich die Farben
  3. Drei Millimeter Beschnittzugabe rundherum
  4. Wichtige Inhalte mindestens vier Millimeter vom Rand entfernt

Und ganz zum Schluss: Lassen Sie jemanden gegenlesen, der den Text noch nie gesehen hat. Eine falsche Ziffer in der Telefonnummer fällt Ihnen selbst nach dem zehnten Blick nicht mehr auf, kostet Sie aber die gesamte Auflage.

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