Ein Flyer hat ungefähr zwei Sekunden. In dieser Zeit entscheidet sich, ob er gelesen oder weggeworfen wird. Diese sechs Punkte entscheiden mit.
1. Eine Botschaft, nicht fünf
Der häufigste Fehler ist, alles unterzubringen: sämtliche Leistungen, die Firmengeschichte, drei Angebote. Das Ergebnis liest niemand.
Entscheiden Sie sich für eine Aussage. Ein Winterdienst-Flyer wirbt für Winterdienst, nicht gleichzeitig für Gartenpflege und Pflasterarbeiten. Wer mehrere Themen hat, druckt lieber zwei verschiedene Flyer in kleinerer Auflage.
2. Die Überschrift entscheidet
Der Firmenname ist keine Überschrift. Er sagt dem Empfänger nichts, solange er Sie nicht kennt.
Besser ist eine Aussage, die den Nutzen benennt oder ein Problem aufgreift: Dach undicht? Wir sind in 48 Stunden da. Der Firmenname darf darunter stehen.
3. Ein klarer nächster Schritt
Sagen Sie ausdrücklich, was der Leser tun soll, und machen Sie es einfach. Eine groß gesetzte Telefonnummer schlägt eine kleine im Fließtext. Ein QR-Code, der direkt zum Anfrageformular führt, schlägt einen, der auf die Startseite zeigt.
Ein Anlass hilft: ein Termin, eine Saison, eine Frist. Ohne Grund, jetzt zu handeln, wird der Flyer beiseitegelegt.
4. Weißraum ist kein verschenkter Platz
Der Reflex, jede freie Fläche zu füllen, weil man ja dafür bezahlt hat, ruiniert die meisten selbst gemachten Flyer. Freie Fläche führt das Auge und lässt das Wichtige wirken.
Als Faustregel: Wenn Sie den Eindruck haben, es sei noch Platz, ist es meist genau richtig.
5. Echte Bilder statt Symbolfotos
Ein Foto Ihrer eigenen Arbeit wirkt glaubwürdiger als jedes gekaufte Motiv. Bei Handwerksleistungen ist der Vorher-Nachher-Vergleich das stärkste Bild überhaupt, weil er das Ergebnis zeigt statt es zu behaupten.
Achten Sie auf ausreichende Auflösung. Ein Bild, das am Bildschirm gut aussieht, ist im Druck oft unbrauchbar.
6. Das richtige Format und die richtige Verteilung
DIN lang passt in den Briefkasten und in die Jackentasche. A5 bietet mehr Platz und wirkt hochwertiger. A4 lohnt sich nur, wenn wirklich viel Inhalt nötig ist.
Wichtiger als das Format ist, wo verteilt wird. Streuung ins gesamte Stadtgebiet bringt selten etwas. Der Umkreis einer laufenden Baustelle dagegen funktioniert gut: Die Nachbarn sehen, dass dort gearbeitet wird, und der Flyer liefert den Namen dazu.
Kurz geprüft vor dem Druck
- Erkennt jemand in zwei Sekunden, worum es geht?
- Ist die Kontaktmöglichkeit auf Armlänge lesbar?
- Steht ein Grund darauf, jetzt zu reagieren?
- Sind Auflösung, CMYK und Beschnitt geprüft?
Wenn Sie alle vier mit Ja beantworten, können Sie drucken.